Beate Monika Imschweiler — Über Mich

Ich habe die vergangenen zehn Jahre in Frankreich gelebt und gearbeitet. Jetzt möchte ich nach Deutschland zurückkehren.
Dabei plane ich, neue Herausforderungen anzugehen. Aus diesem Grund hatte ich mich im April 2021 kurzfristig entschlossen, meine Erfahrung und mein Wissen über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge auf lokalpolitischer Ebene einzubringen. Ich mache mir aktuell große Sorgen um unsere Demokratie und die Entwicklung unserer Gesellschaft. Viele Menschen haben nicht mehr den Eindruck, dass sie von der Politik gehört werden. „Politikverdrossenheit“ ist kein neues Phänomen. Häufig wird es den Bürgern auch auf lokalpolitischer Ebene kaum noch ermöglicht zu gestalten, kreativ und vor allem produktiv Probleme gemeinsam zu lösen. Ein Grund dafür ist, dass die Lokalpolitik selbst stark geschwächt wurde. Viele engagierte Lokalpolitiker:innen bedauern, dass eigentlich lokal relevante Entscheidungen auf eine „höhere“ Ebene verlagert wurden und somit der direkte Kontakt zwischen Bürger:innen und Demokratie, der eigentlich vor Ort erlebbar sein sollte, geschwächt wurde.

Ich habe eine Kandidatur als Bürgermeisterin im Großraum Stuttgart gestartet, meiner alten Heimatregion. Dabei ging es mir weniger darum, mit allen nur denkbaren Mitteln eine Wahlentscheidung zu meinen Gunsten zu „erzwingen“. Viel wichtiger war mir, in einen solchen lokalen „Wahlkampf“ mit einer ganz anderen Haltung zu gehen. Ich habe Ideen entwickelt für eine neue Art von Lokalpolitik, die den Bürger:innen keine „Wahlgeschenke“ verspricht, sondern sie als mündige Demokrat:innen respektiert.

Der Verlauf der Wahl war sehr interessant und lehrreich für mich und die Kollegen, mit denen ich das gemeinsam besprochen habe. Aufgrund der speziellen lokalen Situation hatten die Parteien der Opposition gegen die bestehenden Kräfte eine gemeinsame Gegenkandidatin unterstützt, auf die sich die Wählerstimmen konzentrieren sollten. Der Wahlkampf war parteienpolitisch und nicht ideenpolitisch geführt.

Werde ich weiter ein politisches Amt anstreben? Man wird sehen. In jedem Fall werde ich mich aber nicht in den „elfenbeinernen Turm der Wissenschaft“ zurückziehen - das ist schon allein in finanzieller Hinsicht keine erstrebenswerte Option für mich. Vielmehr denke ich daran, weiter als Beraterin tätig zu sein und damit nicht nur eine angemessene Einsatzmöglichkeit meiner Kompetenzen zu verwirklichen, sondern auch Menschen produktiv weiterbringen zu können.

An Ideen mangelt es nicht. An Zuversicht auch nicht.